· 

Anspruch des Patienten auf Information über Befunde und Prognosen

Zum: Anspruch des Patienten auf Information über Befunde und Prognosen, die im Rahmen einer ärztlichen Behandlung erhoben werden: Ein Arzt muss seinen Patienten grundsätzlich über bedrohliche Prognosen und Befunde in Kenntnis setzen muss, auch wenn der Behandlungsvertrag bereits beendet ist.

 

Dies entschied der BGH am 26.06.2018. Konkret geht es dabei um Fälle, in denen ein Arzt, der die Behandlung des Patienten bereits abgeschlossen hat, als einziger Arztbriefe mit Informationen über Prognosen und Befunde erhält. 

 

Sobald sich aus den Unterlagen nicht eindeutig schließen lässt, dass der Patient die Informationen selbst ebenfalls erhalten hat, ist der Arzt verpflichtet, die Kenntnis des Patienten von den betreffenden Informationen sicherzustellen.

 

Dies gilt gerade auch dann, wenn der Arzt den Patienten bereits weiter überwiesen, und damit grundsätzlich die Verantwortung an die weiter behandelnden Ärzte oder Krankenhäuser abgegeben hat. 

 

Insbesondere, wenn die im Brief enthaltenen Informationen eine neue medizinische Behandlung ermöglichen, stellt das Nicht-in-Kenntnis-setzen des Patienten einen Behandlungsfehler dar.

 

Der Arzt ist sogar verpflichtet, den Patienten einzubestellen, wenn die Informationen eine zeitnahe Vorstellung des Patienten bei dem Arzt erfordern. Dabei spielen mögliche Fehler anderer behandelnder Ärzte keine Rolle.

 

Kein Arzt darf tatenlos zusehen, wenn er meint, einen Fehler eines anderen Arztes entdeckt zu haben. Der Schutz des Patienten verpflichtet den Arzt, keine Gefährdung des Patienten zuzulassen, von der er Kenntnis erlangt hat.

 

Auch wenn Monate vergangen sind, seitdem der Patient bei dem Arzt, der die Informationen erhält, vorstellig wurde, muss dieser die Informationen weiter leiten.

 

Wann der letzte Behandlungskontakt stattfand, ist für die Informationspflicht irrelevant. Insbesondere ist dies der Fall, wenn es sich bei dem Arzt um den Hausarzt des Patienten handelt, dessen Funktion auch die Koordination von Behandlungsabläufen ist. Ein Hausarzt muss damit rechnen, irrtümlich als Empfänger von Arztbriefen angegeben zu werden. 

 

BGH - VI ZR 285/17, beck online 

 

Für weitere Fragen zum Thema stehen Ihnen unsere Patientenanwälte sehr gerne mit Rat zur Seite. Es grüßt Sie herzlich...

… Ihr Michael Graf, Fachanwalt für Medizinrecht und Versicherungsrecht:

 

www.versicherungsrechtoffenburg.de

Michael graf Patientenanwälte

Wir Freuen uns auf Sie!

Beraterinnen für Versicherungsrecht und Medizinrecht in Karlsruhe

Spezialisierte Rechtsanwälte

Unsere Spezialgebiete



Arzthaftung

Als Opfer von Behandlungsfehler, von Arzthaftung und von ärztlichen Aufklärungsfehlern steht dem geschädigten Patienten nicht nur Schmerzensgeld, sowie Schadensersatz wegen aller Folgeschäden zu. Als geschädigter Patient benötigen Sie einen erfahrenen echten Patientenanwalt, der seit vielen Jahren nur auf der Seite der Patienten kämpft.

Personenversicherung

Berufsunfähigkeitsversicherungen und private Unfallversicherungen müssen in der Regel immer dann zahlen, wenn der Patient -wie in den Bedingungen vereinbart- berufsunfähig bzw. verunfallt ist. Nicht selten weigern sich die Versicherungen zu bezahlen und schieben dabei Gründe vor, die oftmals juristisch falsch sind. Hier gilt es "Ruhe bewahren" und mit den richtigen Argumenten zu kontern!

Schmerzensgeld

Die Höhe des Schmerzensgeldes hängt vom Maß der verursachten körperlichen und seelischen Beeinträchtigungen des Patienten ab. Die Schwere dieser Belastungen wird vor allem durch die Stärke, Heftigkeit und Dauer der erlittenen Schmerzen und Leiden bestimmt.

Geburtsschaden

Gerade ärztliche Fehler bei der Geburt oder Entbindung eines Kindes sind besonders drastisch, nicht nur für das Kind, auch für die Eltern. Es liegt dann ein sogenannter "Geburtsschaden" vor, der für die Familie meist schwere wirtschaftliche Folgen haben kann. Die Schadensersatzansprüche gehen hier meist in die Millionenhöhe und sollten von Anfang an gut vorbereitet und durchgesetzt werden.



KARLSRUHE

Rechtsanwalt für Medizinrecht in Karlsruhe

Ludwig-Erhard-Allee 10, 76131 Karlsruhe (Beratungsbüro)

✆ +49(0)721-509-98809

✉︎ +49(0)761-897-88619

OFFENBURG

Frau in der Beratungslocation von Rechtsanwalt Michael Graf in Offenburg

Schutterwälderstraße 4, 77656 Offenburg (Beratungsbüro)

✆ +49(0)761-897-88610 

✉︎ +49(0)761-897-88619

FREIBURG IM BREISGAU

Sitz der Kanzlei Michael Graf in Freiburg im Breisgau

Heinrich v. Stephan Str. 20, 79100 Freiburg (Kanzleisitz)

✆ +49(0)761-897-88610 

✉︎ +49(0)761-897-88619

Patientenfragebogen

Patientenanwälte Michael Graf Karlsruhe - Fachanwalt für Medizinrecht und Versicherungsrecht

Schildern Sie uns doch einfach und kostenfrei Ihren Fall, egal ob Medizinschaden o. Versicherungsrecht. Wir melden uns baldmöglichst bei Ihnen. 



Ihre Patientenanwälte für Karlsruhe bei Arzthaftung und Streit mit der Versicherung
RA Michael Graf, Ihr Patientenanwalt für Karlsruhe

Öffnungszeiten: Montag-Donnerstag v. 08.30-17.00 Uhr und Freitag v. 07.30-16.00 Uhr

Michael Graf Patientenanwälte - Ihre Experten für Arzthaftung und Personenversicherungsrecht
RA Michael Graf, Ihr Patientenanwalt für Karlsruhe
Michael Graf Patientenanwälte - Ihre Experten für Arzthaftung und Personenversicherungsrecht
RA Michael Graf, Ihr Patientenanwalt für Karlsruhe